Die ersten Frühlingsboten
Jedes Jahr fasziniert es mich, die Natur beim Erwachen aus dem Winterschlaf zu beobachten. Zuerst sind die Blattspitzen der ersten Frühlingsblüher zu sehen und schon bald kommen die ersten Blütenknospen hervor.
Gerne möchte ich eine Besonderheit einer meiner liebsten Blumen mit Dir teilen. Das Convallaria majalis, das Schneeglöckchen kann durch die sogenannte Thermogenese Zucker und Stärke verbrennen und Wärme bis zu 10°C erzeugen. Also Zucker und Stärke werden in der Zwiebel der umgewandelt und durch die entstandene Energie taut sie ihre Bodenumgebung auf und gewinnt so einen Wachstumsvorsprung. Somit gehören sie zu den ersten Frühlingsboten in der meist noch winterlichen Landschaft.
Die meisten Frühlingsboten, wie zum Beispiel Tulpen, Fritillarien, Hyazinthen oder eben auch das Schneeglöckchen werden im Herbst in der Erde vergraben und können so noch Wurzeln bilden und treiben im Frühjahr zu gegebener Zeit aus. Sie mögen einen sandigen und nicht zu nassen Standort, da sonst Zwiebelfäulnis entsteht. Lieber trocken halten und erst nach dem Austreiben mässig Wasser geben.


